Einsatzberichte
60 Feuerwehrleute bei Flächenbrand bei Spöck im Einsatz
21. Juli 2010Stefan Hildebrand
Rund 60 Feuerwehrleute aus Stutensee, Bruchsal, Karlsdorf-Neuthard und Linkenheim-Hochstetten waren am Nachmittag des 21. Juli 2010 bei einem größeren Flächenbrand beim Stutenseer Stadtteil Spöck im Einsatz.
Gegen 15:45 Uhr war das Feuer entlang der Kiesäckerstraße entdeckt worden. Aufgrund der Trockenheit fanden die Flammen dort reichlich Nahrung und breiteten sich, auch aufgrund des Windes, rasendschnell aus. Beim Eintreffen der Feuerwehrabteilung Spöck brannten neben einer Fläche von etwa 70 Ar auch zwei Holzstapel von zusammen 60 Ster.
Mit zahlreichen Strahlrohren gingen die Feuerwehrleute gegen den Brand vor und konnten so ein weiteres Ausbreiten verhindern. Die Wasserversorgung wurde über eine Entnahme aus dem benachbarten Baggersee und einem Unterflurhydrant sichergestellt. Zu-dem hatte der stellvertretende Stadtbrand-meister Tobias Friese früh zusätzliche was-serführende Fahrzeuge der übrigen Stuten-seer Abteilungen sowie aus Bruchsal, Neuthard und Linkenheim-Hochstetten nachge-fordert.
Um die beiden Holzstapel ablöschen zu können, mussten sie mit einem Radlader des städtischen Bauhofes auseinandergezogen werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich daher fast drei Stunden hin.
Neben der Feuerwehr waren die DRK-Bereitschaften Spöck und Büchenau vor Ort, um die Einsatzkräfte abzusichern. [Bericht und Bilder: Thomas Reiff, KFV-Karlsruhe]
Erneuter Flächenbrand bei Neuthard rief 130 Einsatzkräfte auf den Plan
15. Juli 2010Christian Maier
Kurz nach Mittag entfachte bei der Ernte ein 6 ha großes Getreidefeld vor dem Kammerforst im Bereich der Zufahrt zum Neutharder Waldsportplatz. Eine sehr starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr aus Karlsdorf-Neuthard
brannte Stroh und das noch nicht geerntete Getreide an mehreren Stellen und auf fast der ganzen Fläche. Eine meterhohe Flammenwand breitete sich sehr schnell in Richtung des Kammerforstes aus.
Mit mehreren Rohren versuchten die Kräfte aus Karlsdorf-Neuthard mit ihren drei Löschfahrzeugen das drohende Übergreifen auf den Wald zu verhindern. Unter Mithilfe des zwischenzeitlich eingetroffenen Großtanklöschfahrzeuges aus Bruchsal konnte dies erfolgreich verhindert werden. Einzelne Sträucher am Waldrand waren bereits durch das Feuer zerstört.
Über die Feuerwehrleitstelle wurden weitere Löschfahrzeuge aus den umliegenden Ortschaften zur Einsatzstelle beordert. Die Kernstadtwehr Bruchsal war mit zwei weiteren Löschfahrzeugen, einem Schlauchwagen und dem Einsatzleitwagen 2 im Einsatz. Vier Löschfahrzeuge aus allen vier Stadtteilen von Stutensee und zwei weitere aus Graben-Neudorf unterstützten die Brandbekämpfung. An zwei Stellen wurde das Löschwasser aus der Pfinz entnommen und mittels langer Schlauchleitungen zur Versorgung der Fahrzeuge an die Einsatzstelle gefördert. So konnten alle Brandstellen abgelöscht werden.
Der Einsatz der Feuerwehr wurde vom Karlsdorf-Neutharder Kommandanten Joachim Unger geleitet. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Bruchsal unterstützte ihn bei der Koordination der in vier Einsatzabschnitte aufgeteilten Einsatzstelle. Bürgermeister Sven Weigt und der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Bordt machten sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Schadens und der Arbeit der Feuerwehr und der Rettungskräfte. Die Feuerwehr war zeitweise mit über 100 Einsatzkräften tätig.
Unter der Leitung von Andreas Groß-Lany als organisatorischem Leiter des Rettungsdienstes waren 22 Helferinnen und Helfer von Rettungsdienst, aus den DRK-Ortsvereinen und der Notfallhilfe Neuthard an der Einsatzstelle tätig. Aufgrund der hohen Außentemperaturen und der starken Belastungen beim Löscheinsatz mussten mehrere Feuerwehrangehörige mit Kreislaufproblemen durch den Rettungsdienst versorgt werden. Zur Absicherung der Einsatzkräfte waren ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen an der Einsatzstelle.
Die Polizei übernahm mit zwei Streifenwagenbesatzungen die Verkehrsabsicherung und untersuchte den eingesetzten Mähdrescher nach der Brandursache. Es war dies innerhalb dieser Woche der dritte Einsatz in Neuthard und jedes Mal war der gleiche Mähdrescher bei der Ernte im Bereich der Brandstellen tätig. Ein Entstehungsbrand an dieser Maschine war beim Eintreffen der Feuerwehr vom Fahrer mit einem tragbaren Feuerlöscher bereits gelöscht. Die Feuerwehr löschte dann weiter mit Wasser nach.
Erneuter Flächenbrand in Karlsdorf-Neuthard
15. Juli 2010Christian Maier
Erneut mussten die beiden Feuerwehren aus Karlsdorf-Neuthard zu einem Flächenbrand ausrücken. Am Dienstagmittag gegen 14.30 Uhr brannte ein Getreidefeld an der K3529 in Richtung B35. Weil sich auch hier das Feuer wie am Tage zuvor rasend schnell ausbreitete, wurde das Großtanklöschfahrzeug der Bruchsaler Feuerwehr nachgefordert. Ebenso machte sich das TLF 8/18 aus Blankenloch auf den Weg zur Einsatzstelle, welches durch seine gute Geländegängigkeit direkt auf dem Feld eingesetzt werden konnte. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr brannten nur 500 m² Feld nieder. Mit den Fahrzeugen aus Bruchsal und Karlsdorf wurde ein Pendelverkehr für den Wassertransport eingerichtet. Insgesamt hatte der Einsatzleiter der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard Kommandant Joachim Unger rund 35 Mann und sieben Fahrzeuge im Einsatz. Wie es zu diesem Brand gekommen ist, ist noch unklar. Die K3529 musste während der Löscharbeiten kurzzeitig voll gesperrt werden.
Drei Hektar Getreide niedergebrannt
13. Juli 2010Christian Maier
Am Montagmittag kurz nach 14.30 Uhr wurde die Abteilung Neuthard der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard zu einem kleineren Flächenbrand im Gewann Kalkofen bei der Altenbürghalle alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte sichtbar,
dass ein großes Getreidefeld in Brand stand. Sofort wurden Kräfte aus Karlsdorf und das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bruchsal nachalarmiert. Durch den zunehmenden Wind wurde das Feuer so sehr angefacht das stellenweise die Flammen vier Meter hoch über das Feld peitschten und Richtung Wald zogen. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen der Feuerwehr gelang es den Floriansjüngern das Feuer vor der Waldgrenze zu stoppen. Im weiteren Verlauf drehte der Wind und die Flammen bahnten sich ihren Weg in Richtung Wohngebiet. Daraufhin lies der Einsatzleiter, der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard Hermann Knebel, weitere Einsatzkräfte aus Büchenau, Bruchsal, Untergrombach, Forst und Spöck mit wasserführenden Fahrzeugen zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung nachalarmieren. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung mussten stellenweise Wasserleitungen bis zu einem Kilometer verlegt werden. Eine Versorgung kam vom Tiefbrunnen beim Neutharder Friedhof und eine vom Hydranten bei der Altenbürghalle. Während der Löscharbeiten mussten zwei Feuerwehrkameraden aufgrund der extremen Hitze mit Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst der mit einer Rettungswagenbesatzung vor Ort war ambulant versorgt werden. Gegen 17 Uhr waren alle Nachlöscharbeiten abgeschlossen und die Einsatzkräfte konnten mit den Aufräumarbeiten beginnen. Zur Absicherung der Einsatzkräfte und Versorgung mit Getränken waren die DRK-Bereitschaften aus Karlsdorf und Neuthard an der Einsatzstelle. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen vor Ort. Vonseiten der Feuerwehr kamen 13 Fahrzeuge und 75 Einsatzkräfte zum Einsatz. Warum es zu dem Brand gekommen ist, ist zum momentanen Zeitpunkt noch nicht klar. Insgesamt vernichtete das Feuer eine Fläche von rund drei Hektar.
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Großbrand bei der GfA
10. Mai 2010Stefan Hildebrand
Schaden in Millionenhöhe hat ein Brand in der Ersatzbrennstoffanlage der Gesellschaft für Abfallwirtschaft GfA in Bruchsal in den frühen Morgenstunden des Dienstags verursacht. Die Halle, in der die Anlage stand, brannte komplett aus und ist teilweise eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden bei dem Versuch, das Feuer in seinen Anfängen noch selbst zu löschen, durch Rauchgas leicht verletzt. Einen weiteren Verletzten gab es auf Seiten der Feuerwehr.
Als am frühen Montagmorgen die die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal alarmierte stand schon auf der Anfahrt ein großer Rauchpilz über dem Firmengelände. Nach kurzer Erkundung war klar, dass man mehr Einsatzkräfte und Drehleitern brauchte. Nach Aussage eines Mitarbeiters hatte sich eine Explosion ereignet. Durch die enorme Druckwelle der Explosion wurden mehrere Metallrolltore nach außen gedrückt, zudem stürzten Teile der abgehängten Decke ein. In der Folge breiteten sich die durch die Explosion verursachten Flammen rasch in der gesamten Halle aus und richteten großen Sachschaden ein.
Gegen 7.30 Uhr wurde an der Einsatzstelle ein Führungsstab eingerichtet und somit der gesamte Einsatz von dieser Stelle aus koordiniert. Bernd Molitor, Stadtbrandmeister von Bruchsal war Mitglied im Stab. Mit 230 Einsatzkräften und mehreren Drehleitern wurde die Brandbekämpfung vor Ort aufgenommen. Auch vom Boden aus wurden mehrere Wasserwerfer eingesetzt.
Eine Besonderheit war, dass die Rauchwolke nicht aufstieg, sondern aufgrund
der Wetterlage in einer Höhe von etwa 50 Metern über dem Boden in nordöstliche Richtung zog. Die betroffenen Einwohner und Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten, wurden von der Polizei deshalb vorsorglich aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Die sofort eingeleiteten Messungen des Gefahrgutzuges der Feuerwehr ergaben aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bewohner. Die Messungen der Feuerwehr haben ergeben, dass keine Grenzwerte maximal zulässiger Arbeitsplatzkonzentrationen, sogenannte MAK-Werte, überschritten wurden.
Gegen 8.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und es konnte auch Entwarnung in Hinblick auf die Rauchwolke gegeben. Dank des schnellen und planvollen Vorgehens der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Hallen und Betriebsteile auf dem Firmengelände und damit ein weitaus größerer Schaden verhindert werden.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes stelle sich heraus, dass die Halle akut einsturzgefährdet war. Alle Kräfte wurden daher zurückgezogen. Es wurde beschlossen, einen gebrochen Betonträger mittels eine Kranes zu heben bzw. so abzulegen, dass dann für die Einsatzkräfte keine weiter Gefahr mehr bestehen.
Dieser Part wurde von Kräften des THW übernommen. Bevor das THW mit seiner Arbeit beginnen konnte, wurde mit Hochdrucklüftern der Werkfeuerwehr Neff das Gebäude rauchfrei gemacht.
Gegen 13.30 Uhr wurde der Einsatzstab aufgelöst und die Einsatzstelle an Statdtbrandmeister Molitor übergeben. Der Einsatz zog sich noch bis zum darauffolgenden Tag hin.
Bei dem Einsatz waren die Feuerwehren von Bruchsal, Forst, Karlsdorf-Neuthard, Bad Schönborn,Kraichtal,Bretten,Philippsburg,Ettlingen,Eggenstein-Leopoldshafen, Oberhausen-Rheinhausen, Malsch, Stutensee, Pforzheim und Teile der Werksfeuerwehr vom KIT Campus Nord vor Ort.
Der Rettungsdienst sicherte mit dem leitenden Notarzt Dr. Richard Spörri und 35 Helfer von Deutschem Roten Kreuze und Malteser Hilfsdienst die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte ab.
Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Bürgermeister Uli Hockenberger waren zur Einsatzstelle gekommen um sich einen Überblick das Brandgeschehen zumachen. Von der Feuerwehr waren Kreisbrandmeister Thomas Hauck sowie Bezirksbrandmeister Jürgen Link an der Einsatzstelle. Vom Landratsamt Karlsruhe waren der Erste Landesbeamte Ralph Schlusche sowie der Leiter des Büros des Landrates, Martin Zawichowski, zur Einsatzstelle gekommen, um bei Bedarf weitergehende Unterstützung des Landratsamtes, insbesondere im Bereich des Gewässerschutzes und der Luftreinhaltung zu organisieren, was jedoch nicht erforderlich war. Die Polizei war mit dem Revierleiter Wolfgang Ams und mehreren Streifenwagen sowie einem Einsatzleitwagen vor Ort und unterstützen die Einsatzkräfte.
Brandermittler der Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal übernahmen vor Ort die Ermittlungen zu Ursache der Explosion. Der Brandort selbst kann jedoch noch nicht betreten werden, da akute Einsturzgefahr besteht.
Bericht und Bild: Werner Rüssel KFV Karlsruhe
Orkantief „Xynthia“ beschäftigt Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard
06. März 2010Christian Maier
Zwischen 14.00 Uhr und 20.30 Uhr mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard insgesamt 14 Einsätze bewältigen. Lose Dachziegel, umgestürzte Bäume und sogar ein durch den Sturm umgedrückter Giebel einer Scheune beschäftigten die Feuerwehrleute. So musste mit Unterstützung der Drehleiter der Feuerwehr Bruchsal die Kupfereindeckung einer Dachgaube gesichert werden. Die Drehleiter kam auch beim eingestürzten Giebel einer alten Scheune zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe wurde der zweite Giebel, der ebenfalls umzustürzen drohte, kontrolliert abgetragen. Bäume mussten im Bereich der Altenbürg-Halle und beim Schützenhaus entfernt werden. Dort musste auch ein Waldweg wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war das Winterquartier eines Zirkus. Dort hatte der Sturm ein Zelt, das zur Unterbringung von Tieren diente, total zerstört. Die Tiere wurden von Zirkusmitarbeitern noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht, so dass sich die Arbeit der Floriansjünger auf die Sicherung der Zeltreste beschränkte. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, Kommandant Joachim Unger, erhielt beim Organisieren der zahlreichen Einsätze Unterstützung vom Führungshaus der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard. Gegen 20.30 Uhr beruhigte sich die Unwetterlage und die Bereitschaften in den Gerätehäusern konnte aufgelöst werden.
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